Zwei Chirurgen im Operationssaal betrachten einen Monitor, einer zeigt auf die Anzeige.

Mikroultraschall der Prostata mit ExactVu™

Inhaltsverzeichnis

Veränderungen präziser erkennen. Gewebe gezielter untersuchen. Sicherer entscheiden.

Ein auffälliger PSA-Wert, ein unklarer MRT-Befund oder der Verdacht auf Prostatakrebs bedeutet nicht automatisch, dass ein Tumor vorliegt. Entscheidend ist zunächst eine möglichst präzise Prostatadiagnostik.

In der Urokompetenz Düsseldorf steht uns dafür mit ExactVu™ ein hochauflösendes Mikroultraschallsystem speziell für die Untersuchung der Prostata zur Verfügung. Die Technologie ermöglicht es uns, die Prostata während der Untersuchung in Echtzeit sehr detailliert darzustellen. Verdächtige Bereiche können dadurch gezielt beurteilt und – wenn eine Gewebeentnahme erforderlich ist – bei der Biopsie präzise angesteuert werden.

Für Sie bedeutet das vor allem: Wir können genauer hinsehen, bevor über eine Behandlung entschieden wird.

Ihre Vorteile auf einen Blick

29 MHz Hochauflösung

Deutlich detailliertere Darstellung der Prostata als mit herkömmlichem Ultraschall.

Echtzeit-Bildgebung

Verdächtige Bereiche werden direkt während der Untersuchung beurteilt.

Gezielte Biopsie

Auffällige Areale können gezielt angesteuert und untersucht werden.

MRT kombinierbar

Vorhandene MRT-Aufnahmen können zusätzlich mit den Mikroultraschallbildern fusioniert werden.

ExactVu™ arbeitet mit einer deutlich höheren Ultraschallfrequenz als herkömmliche Systeme. Dadurch können wesentlich feinere Strukturen innerhalb der Prostata dargestellt werden. Der Vorteil liegt dabei nicht nur in einem schärferen Bild, sondern darin, auffällige Bereiche gezielter beurteilen zu können.

Vegleich zwischen normalem und Mikro Ultraschall, zeigt eine Kiwi sehr unscharf und scharf

Der Mikroultraschall kann auffällige Gewebebereiche sichtbar machen und bei Bedarf eine gezielte Biopsie ermöglichen. Die endgültige Diagnose, ob tatsächlich Prostatakrebs vorliegt und wie der Tumor biologisch einzuschätzen ist, erfolgt durch die histologische Untersuchung der entnommenen Gewebeprobe.

Nicht grundsätzlich. Beide Verfahren können sich ergänzen. Wenn bereits MRT-Aufnahmen vorliegen, können diese in das ExactVu-System eingelesen und mit dem aktuellen Mikroultraschallbild fusioniert werden. Bei einem eindeutigen Befund im Mikroultraschall kann auf die aufwändige MRT Untersuchung verzichtet werden.

PRI-MUS ist ein Bewertungssystem für Auffälligkeiten im Mikroultraschall. Es hilft dem Arzt einzuschätzen, wie verdächtig ein bestimmter Bereich erscheint und welche Regionen bei einer Biopsie besonders berücksichtigt werden sollten. Damit unterstützt PRI-MUS die weitere diagnostische Einordnung auffälliger Bereiche. Die Veränderungen werden, wie auch beim PIRADS System beim MRT, auf einer Skala von 1-5 bewertet. Biopsiert werden sollen Veränderungen PRIMUS 4 und 5.

Wenn ein begründeter Verdacht auf Prostatakrebs besteht, kann weiterhin eine Gewebeentnahme notwendig sein. ExactVu™ hilft dabei, auffällige Bereiche gezielt anzusteuern. Je nach Befundsituation kann diese gezielte Biopsie mit einer systematischen Prostatabiopsie kombiniert werden.

Hochauflösende Diagnostik in Echtzeit

ExactVu™ wurde speziell für die hochauflösende Darstellung der Prostata entwickelt. Mit einer Frequenz von 29 MHz erreicht das System eine Auflösung von etwa 70 Mikrometern. Dadurch können feine Veränderungen der Gewebestruktur sichtbar werden, die mit konventionellem Ultraschall schwieriger zu erkennen sind.

Der entscheidende Vorteil liegt jedoch nicht allein in der höheren Bildauflösung, sondern in der Echtzeitdarstellung. Der behandelnde Arzt beurteilt die Prostata unmittelbar während der Untersuchung und kann auffällige Regionen direkt lokalisieren. Dadurch lässt sich genauer einschätzen, welche Bereiche besonders untersucht werden sollten und an welcher Stelle eine gezielte Gewebeentnahme sinnvoll sein kann.

Für die weitere Diagnostik bedeutet das: Auffällige Strukturen können nicht nur detaillierter dargestellt, sondern unmittelbar in die Planung einer möglichen Biopsie einbezogen werden.

Das Bild zeigt: ExactVu™ – hochauflösendes 29-MHz-Mikroultraschallsystem für die Prostatadiagnostik

ExactVu Gerät

Gezielte Prostatabiopsie mit ExactVu™

Besteht aufgrund von PSA-Wert, Tastbefund, MRT oder Mikroultraschall ein begründeter Verdacht auf Prostatakrebs, kann eine Biopsie notwendig werden. Mit ExactVu™ können verdächtige Bereiche während der Untersuchung sichtbar gemacht und gezielt angesteuert werden. Der Arzt verfolgt dabei die Prostata, das auffällige Areal und die Position der Biopsienadel unmittelbar im Ultraschallbild.

Gewebe dort untersuchen, wo der Verdacht besteht
So können Gewebeproben gezielt aus den Regionen entnommen werden, die diagnostisch besonders relevant erscheinen. Je nach individueller Situation kann diese gezielte Entnahme mit einer systematischen Prostatabiopsie kombiniert werden. Ziel ist eine möglichst aussagekräftige histologische Untersuchung, auf deren Grundlage beurteilt werden kann, ob ein Prostatakarzinom vorliegt und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

Damit liefert ExactVu™ nicht nur zusätzliche Bildinformationen, sondern unterstützt den Arzt dabei, die Bildgebung unmittelbar mit der Gewebeentnahme zu verbinden.

Persönliche Beratung

Sie möchten einen Befund besprechen oder wissen, welche weitere Diagnostik für Sie sinnvoll ist?

Mikroultraschall und Prostata-MRT sinnvoll kombinieren

Wenn bereits ein multiparametrisches MRT der Prostata vorliegt, können diese Informationen zusätzlich genutzt werden. Die MRT-Bilder werden in ExactVu™ eingelesen und mit dem aktuellen Mikroultraschallbild zusammengeführt. Dadurch können bereits im MRT auffällige Regionen während der Untersuchung gezielt wiedergefunden, beurteilt und bei Bedarf für eine Biopsie angesteuert werden. Die Möglichkeit, MRT-Aufnahmen unmittelbar mit dem Mikroultraschall zu fusionieren, gehört ausdrücklich zum ExactVu-Konzept.

MRT und Mikroultraschall müssen dabei nicht als konkurrierende Verfahren betrachtet werden. Unterschiedliche Bildinformationen können vielmehr gemeinsam genutzt werden, um verdächtige Bereiche möglichst präzise zu lokalisieren und eine notwendige Gewebeentnahme gezielt zu planen.

Zusammen mit PSA-Wert, Tastbefund, histologischem Ergebnis und persönlicher Vorgeschichte entsteht so eine fundierte Grundlage für die weitere Diagnostik und – falls tatsächlich ein Prostatakarzinom festgestellt wird – für die anschließende individuelle Therapieentscheidung.

Wie zuverlässig ist Mikroultraschall bei der Prostatabiopsie?

Neue wissenschaftliche Daten unterstreichen den Stellenwert des hochauflösenden Mikroultraschalls bei der Diagnostik von Prostatakrebs. Besonders relevant ist die OPTIMUM-Studie, eine internationale, randomisierte klinische Studie, deren Ergebnisse 2025 im renommierten Fachjournal JAMA veröffentlicht wurden.

Untersucht wurden Männer, bei denen aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes oder eines auffälligen Tastbefundes der Verdacht auf Prostatakrebs bestand. Die Studie wurde an 20 Zentren in acht Ländern durchgeführt; 678 Männer wurden biopsiert. Verglichen wurden unter anderem eine mikroultraschallgestützte Biopsie und eine MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsie.

Was zeigte die OPTIMUM-Studie?

Das zentrale Ergebnis: Bei der Erkennung von klinisch relevantem Prostatakrebs ab Gleason Grade Group 2 war die mikroultraschallgestützte Biopsie der MRT-Fusionsbiopsie nicht unterlegen. Damit konnte ExactVu in dieser Patientengruppe eine diagnostische Leistungsfähigkeit zeigen, die mit der etablierten MRT-gestützten Biopsie vergleichbar war.

In der Mikroultraschallgruppe wurde bei 47,1 Prozent der biopsierten Männer ein klinisch relevantes Karzinom festgestellt, gegenüber 42,6 Prozent in der Vergleichsgruppe mit MRT und konventionellem Ultraschall. Die Studie war jedoch nicht darauf ausgelegt, eine Überlegenheit des Mikroultraschalls nachzuweisen, sondern seine Nichtunterlegenheit gegenüber der MRT-Fusionsbiopsie.

Für Patienten bedeutet das nicht, dass Mikroultraschall grundsätzlich das MRT ersetzt. Vielmehr zeigt die Studie, dass hochauflösender Mikroultraschall eine leistungsfähige bildgestützte Methode für die gezielte Prostatabiopsie sein kann. Welche diagnostische Strategie im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt immer von der gesamten Befundsituation ab.

Weiterführende Informationen:
Die vollständige OPTIMUM-Studie wurde 2025 im medizinischen Fachjournal JAMA veröffentlicht und kann dort im Original eingesehen werden.
Hinweis: Die Originalpublikation ist ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.

Priv.-Doz. Dr. Jörn H. Witt mit ExactVu® Mikroultraschallgerät bei Urokompetenz Düsseldorf

Moderne Prostatadiagnostik bei Urokompetenz Düsseldorf

Eine hochwertige Diagnostik besteht für uns nicht darin, möglichst viele Untersuchungen durchzuführen. Entscheidend ist, die vorhandenen Befunde zusammenzuführen und gezielt die Informationen zu gewinnen, die für Ihre weitere Behandlung tatsächlich relevant sind.

In der Urokompetenz Düsseldorf verbinden wir dafür moderne Bildgebung und Diagnostik mit spezialisierten Verfahren zur Behandlung von Prostatakrebs. Sollte sich ein Tumorverdacht bestätigen, können wir mit Ihnen deshalb nicht nur den Befund besprechen, sondern auch unterschiedliche Behandlungswege – von der Überwachung über eine fokale Therapie mit Focal One® HIFU bis hin zur operativen Behandlung – individuell einordnen.

Sie haben einen auffälligen PSA-Wert, einen unklaren MRT-Befund oder Ihnen wurde bereits eine Prostatabiopsie empfohlen? Wir prüfen Ihre vorhandenen Befunde und besprechen mit Ihnen, welche weitere Diagnostik in Ihrer Situation sinnvoll ist. Informationen zur Terminvereinbarung und zu unseren Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Kontaktseite.