Dr. Witt, Dr. Mathers und Dr. Janowski stehen im Eingangsbereich der Klinik

Rekonstruktive Urologie

Inhaltsverzeichnis

Wiederherstellen, was Funktion und Lebensqualität sichert

Rekonstruktive Urologie heißt, einen gestörten Harntrakt wieder gangbar zu machen, sei es nach Verengungen, Verletzungen, Voroperationen, Bestrahlung oder Tumoren. Das sind anspruchsvolle Eingriffe, die Erfahrung und Übersicht verlangen, weil oft mehrere Strukturen zugleich betroffen sind. Genau hier liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wo es der Befund zulässt, operieren wir roboterassistiert, weil die Präzision dieser Technik bei feinen Naht- und Rekonstruktionsschritten ihren größten Nutzen entfaltet.

Nierenbeckenplastik

Bei der Engstelle am Übergang vom Nierenbecken in den Harnleiter wird der verengte Abschnitt entfernt und der Harnleiter neu, weit und spannungsfrei mit dem Nierenbecken verbunden. Roboterassistiert durchgeführt erreicht dieser Eingriff hohe Erfolgsraten bei geringer Belastung. Mehr zur Erkrankung im Bereich Nierenbeckenabgangsenge und Harnleiterenge.

Harnleiterrekonstruktion und Harnleiterersatz

Verengte oder geschädigte Harnleiterabschnitte ersetzen wir je nach Länge und Lage. Kurze Defekte lassen sich durch eine Neueinpflanzung in die Blase oder eine Verbindung beider Harnleiter beheben. Bei langstreckigen Defekten gewinnen wir Strecke durch ein Hochziehen der Blase zum Harnleiter (Psoas-Hitch, Boari-Lappen) oder ersetzen den Harnleiter mit einem Darmsegment. Ziel ist immer der dauerhafte, freie Abfluss und der Erhalt der Nierenfunktion. Mehr dazu im Bereich Harnleiter.

Harnröhrenrekonstruktion (Urethroplastik)

Bei langstreckigen oder wiederkehrenden Harnröhrenengen ist die offene Rekonstruktion der wiederholten Schlitzung dauerhaft überlegen. Wir ersetzen den verengten Abschnitt, bei längeren Engen mit körpereigener Mundschleimhaut, die sich als Ersatzgewebe bewährt hat. Mehr zur Striktur im Bereich Harnröhre.

Fistelkorrektur

Eine Fistel ist eine unnatürliche Verbindung zwischen Harntrakt und Nachbarorganen, etwa zwischen Blase und Scheide oder zwischen Harnröhre und Enddarm. Sie entsteht nach Operationen, Bestrahlung, Geburten oder Entzündungen und führt zu unkontrolliertem Urinverlust. Der Verschluss verlangt eine sorgfältige Planung und gewebeschonende Technik, oft mit Zwischenlagerung von gut durchblutetem Gewebe, damit die Naht hält.

Rekonstruktion nach Tumoroperationen

Muss die Blase entfernt werden, schaffen wir einen neuen Weg für den Urin, entweder als Ersatzblase aus Darm (Neoblase) oder als Ableitung über die Bauchdecke. Welche Form geeignet ist, hängt vom Befund, von der Nierenfunktion und von Ihren Lebensumständen ab und wird gemeinsam entschieden. Mehr zur Tumorbehandlung im Bereich Blasenkrebs.

Penisschaftbegradigung

Eine ausgeprägte Verkrümmung des Penis, ob angeboren oder durch eine Induratio penis plastica, lässt sich operativ begradigen und so die Funktion wiederherstellen. Mehr dazu im Bereich Penis.

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