Dr. Witt, Dr. Mathers und Dr. Janowski stehen im Eingangsbereich der Klinik

Harnleiter

Inhaltsverzeichnis

Der Harnleiter: schmaler Weg mit großer Wirkung

Der Harnleiter ist nur wenige Millimeter weit und transportiert den Urin von der Niere in die Blase. Gerät dieser Weg ins Stocken, staut sich der Urin zurück, und die Niere leidet, oft ohne dass man es früh bemerkt. Wir sorgen dafür, dass der Abfluss wiederhergestellt wird, und behandeln dabei so gewebeschonend wie möglich.

Harnleitersteine

Die meisten Steine entstehen in der Niere und machen erst Beschwerden, wenn sie in den engen Harnleiter wandern. Dann kann eine Kolik auftreten, ein heftiger, wellenförmiger Schmerz, der von der Flanke in den Unterbauch zieht. Blockiert der Stein den Abfluss vollständig oder kommt Fieber hinzu, wird es dringlich, weil sich die gestaute Niere infizieren kann.

Kleine Steine lassen wir unter Kontrolle abgehen. Sitzt ein Stein fest oder ist er zu groß, entfernen wir ihn endoskopisch über eine Harnleiterspiegelung, bei der wir den Stein sehen und zertrümmern. Zur Entlastung der gestauten Niere legen wir bei Bedarf vorübergehend eine innere Schiene (Harnleiterstent) ein.

Harnleiterenge (Striktur)

Eine narbige Verengung des Harnleiters kann nach Steinen, Entzündungen, Operationen oder Bestrahlung entstehen, seltener ist sie angeboren. Sie behindert den Urinabfluss und gefährdet die Niere. Kurze Engen lassen sich endoskopisch behandeln, längere oder wiederkehrende erfordern eine rekonstruktive Operation, bei der wir den verengten Abschnitt ersetzen oder neu mit der Blase verbinden. Diese Eingriffe führen wir bevorzugt roboterassistiert durch. Mehr dazu im Bereich Nierenbeckenabgangsenge und Harnleiterenge und unter Rekonstruktive Urologie.

Angeborene Abflussstörungen

Manche Abflussprobleme bestehen von Geburt an, etwa ein erweiterter Harnleiter (Megaureter) oder ein Rückfluss von Urin aus der Blase in den Harnleiter (Reflux). Bei Erwachsenen fallen sie oft erst durch wiederkehrende Infekte oder eine nachlassende Nierenfunktion auf. Wir klären, ob behandelt werden muss, und korrigieren, wo es die Niere schützt.

Tumoren des Harnleiters

Im Harnleiter kann dieselbe Tumorart entstehen wie in der Blase, ein Urothelkarzinom, hier im oberen Harntrakt. Diese Tumoren sind selten, gehören aber in spezialisierte Hände, weil Diagnostik und Therapie anspruchsvoll sind und den Funktionserhalt der Niere mitbedenken müssen. Die Zusammenhänge zum Urothelkarzinom finden Sie im Bereich Blase.

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